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Man schrieb das Jahr 2002, als mich die e-mail des Internet-Spezialisten Heinfried Meyer erreichte. Er fragte an, ob es möglich wäre, eine CD unterhalb der 10.000 EURO Grenze zu erstellen. Nach langen und knallharten Verhandlungen wurde man sich schließlich über einen Kostenrahmen und auch einen geeigneten Aufnahmetermin einig. Nun wurde es still im Westerwald, so daß ich schon vermutete, man habe es sich anders überlegt. Doch weit gefehlt, Dirigent Henning Surmann studierte so fieberhaft mit seinen Bläsern die CD - Titel ein, daß ich das Orchester schon auf die Vermisstenliste setzen wollte, da niemand zu erreichen war.
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Schließlich kam dann doch noch die Bestätigung des Aufnahmetermins für den 05.04.2003. Bestens gerüstet mit von diversen Online-Routenplanern empfohlenen Wegbeschreibungen machten wir uns auf den Weg und schafften es tatsächlich, die erste Abfahrt schon zu versieben. Jedoch konnte die nun anstehende kleine Reise durch das wunderschöne Sauerland unseren Tatendrang nicht bremsen. Letztendlich erreichten wir dann leicht verspätet den mit Herrn Surmann vereinbarten Treffpunkt und fuhren von nun an gemeinsam zum Tatort, wo Kommissar Meyer und die restlichen Bläser u. Blasinstrumentespielerinnen auf uns warteten. Höchst erfreut über den Begrüßungssatz:“ Wir müssen nach oben ” begann der Aufbau der Technik. Stolz präsentierte man uns den Aufnahmeraum, der eigentlich für mich alleine schon zu eng gewesen wäre. Dank des todesmutigen Einsatzes von Kommissar Meyer gelang es, einige Mikrophone am Balkenlager zu installieren. Nachdem die von Tonassistentin Claudia Z. vorsichtig auf Seite geräumten Notenständer wieder aufgestellt und geradegebogen waren, konnten die Aufnahmen schließlich beginnen. Herr Surmann bereinigte noch einige Unstimmigkeiten der Bläser und stimmte dann den absoluten Knaller “ In Ewigkeit ” an. Als Freund der Rockmusik freute ich mich nun auf einen Aufnahmetag mit schnellen und mitreißenden Titeln. Weit gefehlt.......anschließende Titel wie Flashlights, Music und Phantom der Oper zeigten, daß Blasmusik nicht nur etwas für Grufties und Lederhosenträger ist. So wurde es ein amüsanter Tag, an dem das Orchester durch Spielfreude und Ausdauer überzeugen konnte. Selbst kleine SMS - Sondereinlagen einer Spielerin konnten Herrn Surmann nicht aus der Ruhe bringen. Gegen 20.00 Uhr waren die Aufnahmen schließlich imKasten, und wir konnten guter Dinge die Heimreise antreten. An dieser Stelle nochmals Dank ans Orchester, die uns alle tatkräftig zur Seite standen.
Auf die Frage, wer denn nun in den Westerwald reisen würde, um die CD abzumischen, meldeten sich eigentlich alle. Aus Platzgründen wurde die Zahl der Reisenden auf Herrn Surmann begrenzt, der sich einige Tage später auf den abenteuerlichen Weg in den kalten Westerwald machte. Hier wurden nun im schlecht geheizten Studio Nebengeräusche wie z.B. Handyklingeln oder Zwischenrufe nach Bier herausgefiltert. Außerdem stellte Herr Surmann noch seine Sangeskünste auf dem Titel “ Egerland-Heimatland unter Beweis ”. Ich spielte noch einige Gitarrenriffs auf Music ein, um den Titel noch druckvoller zu gestalten. Herr Surmann hätte gerne noch ein Gitarrensolo gehabt, auf mein Anraten hin wurde das Projekt “Rock meets Blasmusik” auf einen anderen Termin verschoben. Fazit: Ein rundum gelungenes Projekt, das allen viel Freude bereitet hat. An dieser Stelle noch Hut ab vor allen Beteiligten, ein Orchester so lange aufrecht zu erhalten, die Vereinschronik ist schon sehr beeindruckend.
Ingo Michel
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